2. Spieltag: SG Kaarst IV – BV Wevelinghoven II 1:1 (0:0)

Geschrieben von Stephan Seeger am in 4. Mannschaft

Nummer 33

(seeg) Die vierte Mannschaft der SG Kaarst hat sich im zweiten Spiel nach dem Aufstieg einen Punkt gegen Wevelinghoven erkämpft. Das 1:1 (0:0) war bereits das 33. Ligaspiel der Blau-Weißen in Folge ohne Niederlage. Und es wäre sogar mehr drin gewesen, doch Trainer Dominik Patzel war mit dem Punkt sehr zufrieden.

22. Mai 2016. Damals verlor die vierte Mannschaft der SG Kaarst 3:5 bei der DJK Rheinkraft II. Es war die bis dato letzte Pleite der Vierten. Das letzte Spiel der Saison gewann die SG damals 7:5 beim TuS Hackenbroich II, in der vergangenen Spielzeit stieg die Mannschaft unter Patzel ungeschlagen in die Kreisliga B auf. Und jetzt ist die eingeschworene Truppe erneut zwei Spiele ungeschlagen. Macht in der Summe also 33. "Das ist schon Wahnsinn, Respekt an die Mannschaft. Den Punkt heute hat sie sich verdient", sagte Patzel, der aber auch weiß dass es irgendwann wieder eine Niederlage gegen wird. "Aber bis dahin nehmen wir natürlich jedes Spiel mit, ist doch klar", sagte der Coach nach dem Unentschieden gegen Wevelinghoven.

Von den Spielanteilen her war es ein gerechtes Remis. "Das war ein Duell auf Augenhöhe. Immer, wenn sich eine Mannschaft ausgeruht hat, hat die andere das Spielgeschehen bestimmt. Mal waren wir das, mal der Gegner", fasste Patzel zusammen. Die Gäste hatten im gesamten Spiel drei hochkarätige Chancen, von denen eine zum Ausgleich führte. SG-Keeper Milan Carl hatte zuvor zweimal "weltklasse" gehalten (Patzel), stellte bei einem Freistoß die Mauer allerdings nicht ganz richtig vor sich hin, sodass der Ball im Tor einschlug. "Keinen Vorwurf an Milan, der hat uns vorher zweimal den Arsch gerettet", nimmt Patzel seinen Keeper allerdings in Schutz. Carl stand im Kaarster Tor, weil der etatmäßige Schlussmann Adam Grabowski auf einer Taufe in Polen weilte. "Daran sieht man, wie gut es ist, dass wir Milan haben. Wenn wir ihn brauchen, ist er da", lobte Patzel den Einsatz seines Stand-By-Keepers. Auch Abwehrspieler Martin Swiderski weilte in Polen, sodass Patzel seine Abwehr erneut umbauen musste. Zudem waren in Robert Czajkowski und Boris Nöthen zwei Spieler angeschlagen. 

Das hinderte die SG allerdings nicht daran, gut in die Partie zu finden. Allerdings erspielten sich die Hausherren ebenso wie die Gäste nur wenig gute Chancen. Für den Führungstreffer sorgte Nöthen kurz nach dem Seitenwechsel nach einem Traumpass von Thomas Schumacher. "Das war wieder ein Spiel für uns, aus dem wir alles mitnehmen. Daran können wir nur reifen, wir haben viel gelernt", sagte Patzel: "Jedes Spiel ist gut für uns. Die Spieler waren zwar ein bisschen bedröppelt und wollten unbedingt gewinnen, das ist doch positiv", sagte der Trainer. In der Schlussphase hatte Eric Wutzler gleich zweimal die Gelegenheit zum Siegtreffer, doch der Ball wollte einfach nicht rein. Ein Sonderlob erhielt Kapitän Dominik Tess. "Das war heute brutal, was der gezeigt hat. Der war quasi überall – und das bei dieser schwülen Hitze", sagte Patzel.

Bereits am Freitag ist die Vierte zu Gast bei der SG Erfttal – und will Nummer 34 perfekt machen.