28. Spieltag: SG Kaarst – SG Orken-Noithausen 3:4 (3:1)

Geschrieben von Stephan Seeger am in 4. Mannschaft

Sieg verschenkt, Mannschaft löst sich auf

(seeg) Die vierte Mannschaft der SG Kaarst hat einen Sieg gegen die SG Orken-Noithausen leichtfertig aus der Hand gegeben. Trotz 3:1-Führung zur Halbzeit hieß es am Ende 3:4 aus Sicht der SG. 

Stefan van den Bongardt hatte sich nach dem Seitenwechsel noch nicht einmal hingesetzt, da stand es schon 3:2. "Keine Ahnung, was da passiert ist. Ich habe nur gehört, dass da irgendein Tor gefallen ist. Das war leider nicht für uns", sagte van den Bongardt. Schlimmer noch: Als van den Bongardt nach dem Anschlusstreffer der Gäste noch einmal zurück zur Kabine ging, um diese abzuschließen, hörte er wieder den Jubel der Gäste. "Ich habe den Jungs in der Halbzeit gesagt, dass sie sich konzentrieren sollen und wir es vermeiden müssen, ein schnelles Gegentor zu kassieren. Die Jungs haben sich das auch selber vorgenommen. Und was machen wir dann? Wir verpennen die ersten zehn Minuten. Das darf nicht passieren", sagte van den Bongardt. Die Treffer zum 2:3 und 3:3 erzielten Harf und Eugen Jochim. 

Bis dahin spielte die SG eigentlich eine ihrer besseren Partien. Zwar lagen die Blau-Weißen erneut nach drei Spielminuten 0:1 zurück (Patrick Harf), doch dann drehten die Hausherren bis zur Pause auf. Rückkehrer Alexander Lingk traf nach Vorarbeit von Janosch Linne von Berg zum Ausgleich (23.), Boris Nöthen stellte mit einem trockenen Freistoß auf 2:1 (39.). Und als Aushilfs-Innenverteidiger Bernhard Vogel das 3:1 erzielte (44.), wähnte sich die SG auf der Siegerstraße.

Doch es kam alles ganz anders. Zu allem Überfluss erzielte Orken nach einem Konter in Unterzahl - Raphael Hermanns sah glatt Rot - 13 Minuten vor Schluss den Siegtreffer durch Mert Sarimese. "Auch das darf uns niemals passieren. Wir spielen in Überzahl und lassen uns dann so einfach auskontern, das war einfach schlecht", sagte van den Bongardt: "Orken war einfach geiler darauf, in Unterzahl hier zu gewinnen als wir in Überzahl." Zwar hatte die SG vor und nach dem Platzverweis Chancen zu Toren, doch weder Niki Schleutermann noch Robert Czajkowski schafften es nicht, den Ball im Tor unterzubringen. "Da gibt es keine Entschuldigung, das Ding müssen wir gewinnen. Es geht nicht, dass wir das Spiel verlieren."

Noch schlimmer als die Niederlage: Nach dieser Saison wird es die vierte Mannschaft nicht mehr geben. "Viele Spieler verlassen den Verein, ich weiß auch nicht wohin. Das ist leider so, und ich glaube, alle Beteiligten sind froh, wenn die Saison vorbei ist. Einige haben in den letzten Wochen ja auch keinen Wert mehr darauf gelegt, sich sonntags bei den Spielen blicken zu lassen. Die Vierte wird nach dieser Saison definitiv Geschichte sein. Das ist sehr schade", sagt van den Bongardt. Gerüchten zufolge wechselt ein Großteil der Spieler nach Büttgen, bestätigt ist das allerdings noch nicht. Möglicherweise kommt es beim VfR dann zu einer Wiedervereinigung mit Dominik Patzel, der die Vierte nach wenigen Spieltagen aus persönlichen Gründen verließ.