3. Spieltag: SG Erfttal – SG Kaarst 0:3 (0:0)

Geschrieben von Stephan Seeger am in 4. Mannschaft

Vierte trotzt Asche und Gewitter

(seeg) Drittes Saisonspiel, zweiter Sieg, noch immer ungeschlagen: Die vierte Mannschaft der SG Kaarst mischt zum Saisonbeginn die Kreisliga B auf. Durch den 3:0 (0:0)-Erfolg setzt sich die Mannschaft des Trainerduos Dominik Patzel/Stefan van den Bongardt vorerst oben fest. Die sieben Punkte sind bereits ein gutes Polster im Kampf um den Klassenerhalt.

Freitagabend, Ascheplatz in Erfttal. Der Platz ist trocken, der Ball hüpft wie ein Flummi auf Granit über den roten Belag. "Das mögen wir überhaupt nicht", sagte Dominik Patzel nach der Partie: "Aber trotzdem hat man uns das nicht angemerkt." Stimmt, denn die Partie ging vom Anstoß weg nur in eine Richtung und die Gäste kamen zu ersten kleineren Chancen. Doch Patrick Ozimek hatte noch kein Zielwasser getrunken, seine Schussversuche waren zu ungenau. Auch Sebastian Gilges traf aus der Distanz keinen Möbelwagen. Dann kam das Gewitter und hatte eine Zwangspause von rund 15 Minuten zur Folge. Der Regen kam den Blau-Weißen entgegen, denn der Platz war nach der heftigen Schauer besser zu bespielen als vorher. "Die Bälle sind dann nicht mehr so versprungen, man konnte mit dem Ball mehr anfangen als vorher – auch wenn der Platz nach dem Gewitter eher einer Matschgrube glich", sagte Patzel. Nach der Unterbrechung machte die SG da weiter, wo sie aufgehört hatte und erarbeitete sich weitere Chancen, nur vergaß sie das Toreschießen. 

Zehn Minuten nach dem Seitenwechsel belohnten sich die Blau-Weißen dann für ihre Mühen. Boris Nöthen verwandelte einen berechtigten Foulelfmeter sicher. "Das war der Dosenöffner", sagte Patzel. Nur fünf Zeigerumdrehungen später traf Gilges mit einem sehenswerten Schuss zum 2:0. "Danach haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht und uns auf das Niveau von Erfttal eingelassen", schildert Patzel. Heißt: Die Gäste begannen zu meckern, weil der Schiedsrichter nicht immer so pfiff, wie die Kaarster es gerne wollten. "Da haben wir unnötige Gelbe Karten bekommen", weiß Patzel. Und wie es kommen musste flog ein Kaarster mit der Ampelkarte vom Platz. Nach einer angeblichen Schwalbe von Gilges im Erfttaler Strafraum zückte der Schiedsrichter Gelb-Rot. "Wer Gille kennt, der weiß, dass er sich nie fallen lassen würde", beschreibt Patzel seine Sicht der Dinge. Im Spielbericht stand nachher als Begründung für die Ampelkarte, dass Gilges gemeckert haben soll.

Doch auch in Unterzahl wurden die Hausherren der SG zu keiner Zeit gefährlich, im Gegenteil. Nöthen schrauber das Ergebnis mit seinem zweiten Treffer sogar noch in die Höhe. Drei Minuten vor Nöthens drittem Saisontor herrschte auf dem Platz allerdings wieder Gleichstand, da auch ein Erfttaler mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen wurde. "Das war ein hochverdienter Sieg. Ich kann mir gut vorstellen, dass der ein oder andere sich auf dieser komischen trockenen Asche mit dem Toreschießen schwertut", sagte Patzel. 

Gut, dass die SG dieses Auswärtsspiel hinter sich hat. Ganz nebenbei war es das 34. Pflichtspiel in Serie ohne Niederlage. Trotz Ascheplatz.