30. Spieltag: SG Kaarst II – VdS Nievenheim II 1:3 (0:1)

Geschrieben von Stephan Seeger am in 2. Mannschaft

Abstieg als Spiegelbild der Saison

Von Stephan Seeger

Die zweite Mannschaft der SG Kaarst hat das Endspiel um den Klassenerhalt gegen die Reserve des VdS Nievenheim verloren. Nach dem 1:3 (0:1) schlichen die Spieler mit gesenkten Köpfen vom Platz. Die Partie war ein Spiegelbild der Saison.

Rene Noack zieht sein Trikot über den Kopf, Kevin Woike und sinkt beim Schlusspfiff auf den Rasen - nach der Pleite im entscheidenden Spiel gegen Nievenheim wollten die Spieler der SG Kaarst II einfach nur noch vor Scham im Boden versinken. Wie so oft wurden auch gegen Nievenheim gute Chancen vergeben. So steht am Ende ein verdienter sportlicher Abstieg auf dem Papier, den die Akteure nun ihr Leben lang mit sich herum tragen. Dabei war die Zielvorgabe vor Saisonbeginn eine ganz andere.

Nach eigener Aussage wollte die SG "oben mitspielen". Doch dann kam alles anders. Trainer Dennis Zellmann musste den Verein verlassen, weil die Ergebnisse ausblieben. Zwischenzeitlich legten die Blau-Weißen eine Serie von 17 (!) Spielen ohne Sieg hin. Von den letzten 20 Spielen der Saison gewann die Mannschaft von Trainer Heinrich Fafenrot nur noch eins. So kann keine Mannschaft die Klasse halten. Dabei hätte die Zweite eigentlich das Spielermaterial dazu, oben mitzumischen. Aber in der abgelaufenen Saison spielten nahezu alle Akteure weit unter ihren Möglichkeiten.

Zwar kämpfte die SG auch gegen Nievenheim, doch Kampf alleine reicht einfach nicht. "Das war heute ein Spiegelbild der gesamten Saison. Wir haben die Tore nicht gemacht. Nievenheims Keeper hat einen Sahnetag erwischt und bei unseren Abschlüssen war immer noch ein Bein dazwischen", moniert Fafenrot, der die Mannschaft nach dem Rückzug von Zellmann übernommen hatte. Kai Pelzer brachte die Gäste nach einer Ecke von Andreas Schulz per Kopf in Führung (20.), Christoph Schlimgen sorgte für die Vorentscheidung (71.). Zwar brachte Igor Fafenrot die SG noch einmal zurück (78.), doch Schulz setzte per Elfmeter in der Nachspielzeit den Schlusspunkt.

In der kommenden Saison spielt die SG trotz des Abstiegs weiter in der Kreisliga A - weil die dritte Mannschaft aufgestiegen ist. Entweder bleibt also alles beim alten oder die Zweite und Dritte tauschen die Ligen. Ein Transfer der Zweiten steht aber jetzt schon fest: Gregor Hermann übernimmt das Zepter von Fafenrot und soll die Zweite wieder in die einst so erfolgreiche Spur zurückführen. Hermann kommt vom SC Rhenania Hochdahl, einem Düsseldorfer A-Ligisten, an den Kaarster See. Wir wünschen ihm jetzt schon viel Erfolg bei seiner neuen Aufgabe und werden Hermann zu einem späteren Zeitpunkt näher vorstellen. Jetzt heißt es erst einmal durchatmen, die verkorkste Saison so schnell wie möglich vergessen und im kommenden Jahr mit neuer Kraft wieder angreifen.