9. Spieltag: SG Kaarst II – SVG Weissenberg 4:4 (3:2)

Geschrieben von Stephan Seeger am in 2. Mannschaft

Schützenfest ohne Sieger

(seeg) Im Kellerduell der Kreisliga A haben sich die SG Kaarst II und die SVG Weissenberg 4:4 (3:2) getrennt. Das turbulente Spiel endete mit einem gerechten Remis. 

Wenn die beiden Mannschaften mit den meisten Gegentoren in der Liga aufeinandertreffen, muss es ja Tore hageln. So geschehen beim Duell des Tabellenletzten beim Drittletzten. Die bislang noch punktlose SVG aus Weissenberg ging am Kaarster See zweimal in Führung, zweimal meldete sich die Mannschaft von Trainer Predrag Stojkovic zurück. Das Remis ist allerdings zu wenig für die Blau-Weißen. "Am Ende geht das Unentschieden in Ordnung. Wir haben gut angefangen, dann hat Weissenberg uns 15 Minuten lang an die Wand gespielt. Am Ende waren wir wieder etwas besser, also ist das Ergebnis ok", sagte ein etwas enttäuschter Stojkovic nach der Partie. 

Das Spiel begann gut für die Gastgeber. Nach 17 Minuten brachte Rene Noack die SG in Führung. Der Mittelfeldspieler traf mit dem dritten Nachschuss irgendwie ins Tor. Doch die Führung hielt nicht lange. Nach einem Fehler im Aufbauspiel kam Weissenberg gefährlich in den Sechzehner, wo ein Spieler nur durch ein Foul zu stoppen war. Jens Winkelmann verwandelte den Strafstoß sicher. Vier Minuten später stellten die Gäste das Spiel erstmals auf den Kopf. Ein Freistoß aus dem rechten Halbfeld segelte an den langen Pfosten, wo Patrick Becker völlig freistand und volley verwandelte. Doch noch vor der Pause bewies die SG Moral und drehte ihrerseits mit einem Doppelschlag das Spiel vorerst wieder in die richtige Richtung. Erst markierte Marcel Bahlau den Ausgleich (42.), mit dem Halbzeitpfiff traf Floian Liebig nach einer tollen Hereingabe von Noack per Direktabnahme zur bis dato verdienten Führung. 

"Ich habe den Jungs in der Halbzeit gesagt, dass sie aufpassen müssen, weil Weissenberg gegen Rosellen drei Tore erzielt hat. Die erzielt man nicht einfach so wenn man nicht Fußball spielen kann", sagte Stojkovic. Seine Spieler standen kaum auf dem Platz, da klingelte es schon wieder im Kasten von Michael Lehnert, der auch nicht den besten Tag erwischte. Tobias Schneider bestrafte einen Fehler in der Kaarster Defensive. Und es sollte noch schlimmer kommen: Nach einem missglückten Klärungsversuch traf Michael Becker zum 3:4 aus Kaarster Sicht. "Ich dachte nur: das darf doch nicht wahr sein", sagte Stojkovic: "Doch dann hat meine Mannschaft mich wirklich überrascht und sich noch einmal hochgezogen." Der Lohn war der Ausgleich durch Justin Struttmann eine Viertelstunde vor dem Schlusspfiff. Danach hatte die SG noch die ein oder andere gute Chance, doch am Ende reichte es nicht mehr zum Sieg. "Der wäre auch nicht verdient gewesen", gibt Stojkovic unverblümt zu. 

Doch er wäre sehr wichtig gewesen. Denn in den kommenden Wochen warten andere Kaliber als Weissenberg auf die Blau-Weißen. Denn am kommenden Sonntag geht es zum Tabellendritten nach Rosellen.