Interview: Dominik Patzel

Geschrieben von Stephan Seeger am in 4. Mannschaft

"Das Ziel kann nur Klassenerhalt heißen"

Nach dem Aufstieg in die Kreisliga B zählt für die vierte Mannschaft der SG Kaarst in der kommenden Saison nur eins: der Klassenerhalt. Trainer Dominik Patzel erzählt im Interview, dass seine Mannschaft erst wieder lernen muss zu verlieren und glaubt, dass der hohe Altersdurchschnitt nicht unbedingt ein Nachteil sein muss. 

Die vergangene Saison lief wie geschmiert. Was sind nach dem Aufstieg Deine Ziele für die kommende Spielzeit?

Dominik Patzel Das Ziel kann nur Klassenerhalt heißen.

Gibt es Veränderungen im Kader?

Patzel Ja. In Rene Paulussen und Niki Schleutermann haben wir zwei Abgänge. Kurzfristig dazugekommen sind noch Christian Giesen, der gerade erst spielberechtigt ist, und Milan Carl. Christian schafft es Arbeitsbedingt nicht mehr und Milan wird ein Studium beginnen. Dazugekommen sind Laslo van Bebber und Denis Bonk, beide von Reuschenberg, sowie Bernhard Vogel der zuletzt vor zehn Jahren im Karlsruher Raum gekickt hat. Und ganz frisch hat sich Andreas Flocken angemeldet, der von Grün-Weiß Holt kommt. Den Abgang von Markus Balzer (Co-Trainer, Anm. d. Red.) konnten wir mit Stefan van den Bongardt kompensieren.

Muss die Mannschaft auch wieder das "Verlieren" lernen?

Patzel Damit haben wir in weiser Voraussicht bereits in der Vorbereitung begonnen wo wir zwei von drei Testspielen verloren haben. Das war natürlich unser Plan.

Vorausgesetzt, ihr gewinnt keines der ersten fünf. Glaubst Du, dass das Auswirkungen auf die Stimmung haben wird?

Patzel Garantiert, es kann mir doch keiner erzählen, dass so etwas spurlos an einen vorbeigehen würde. Ich glaube aber auch, dass wir mental stark genug sind, um damit umgehen zu können – in unseren Träumen, denn Realität wird das Szenario nicht (lacht)

Die Vorbereitung hat gezeigt, dass die Mannschaft von Boris Nöthen abhängig ist, wenn es ums Toreschießen geht. Hast Du einen Plan B, wenn er ausfällt?

Patzel 'Ibrakaboris' ist natürlich nicht Eins-zu-Eins zu ersetzen. Wir haben vor allem mit Patrick Langkau jemanden, der ein Torversprechen hat, dafür müssen wir unser Spiel allerdings komplett ändern und das haben wir in der Vorbereitung auch geübt. Wir haben aber auch ein starkes Mittelfeld, das gerne Tore schießt.

Der Altersdurchschnitt der Vierten ist mit 29 Jahren recht hoch. Ist das ein Nachteil – oder wegen der Erfahrung sogar ein Vorteil?

Patzel Ich sehe da kein Nachteil. Wir hatten im letzten Jahr eine der fittesten Mannschaften und die Erfahrung der vielen Älteren hilft natürlich auch den Jüngeren. Der einzige Nachteil ist unser Trainingstag am Montag. Da werden nach einem Sonntagspiel wahrscheinlich viele ihre Wunden lecken müssen...