24. Spieltag: SG Kaarst IV – SuS Gohr 3:2 (2:1)

Geschrieben von Stephan Seeger am in 4. Mannschaft

Vierte beendet Pleitenserie

(seeg) Nach sieben Niederlagen in Serie hat die vierte Mannschaft der SG Kaarst endlich wieder einen Sieg gelandet. Beim 3:2 (2:1) gegen SuS Gohr avanvierte Spielertrainer Stefan van den Bongardt zum Matchwinner. 

Am 5. November 2017 holte die vierte Mannschaft mit einem 5:1 gegen Rommerskirchen-Gilbach II den letzten Sieg. Nun, genau 161 Tage danach, durfte der Aufsteiger endlich wieder jubeln. Zwar holte die Vierte gegen Nievenheim am grünen Tisch zwischenzeitlich noch einmal drei Punkte, weil der Gegner nicht angetreten war, doch das Gefühl, etwas für den Sieg getan zu haben, schien so ein bisschen abhanden gekommen zu sein. Nun ist es wieder da - und soll für den Saison-Endspurt noch einmal Flügel verleihen.

Dabei sah es nach 20 Sekunden so aus, als würde der Sieger in dem Spiel einmal mehr nicht Kaarst heißen. Przemyslaw Trawinski schockte die Hausherren mit dem Führungstor für Gohr. Und dieses geht auf die Kappe von SG-Keeper Adam Grabowski, der einen harmlosen Schuss durch seine Hände gleiten ließ. "Das war ganz klar sein Ding, das weiß er aber auch", sagte van den Bongardt nach der Partie auf einem Rasen, der den Namen eigentlich nicht verdient hat. "Da es in der Nacht stark geregnet hat und der Rasen nicht gemäht war, war es ein sehr anstrengendes Spiel. Wir haben beim Warmmachen auch auf unser Spiel fünf gegen fünf verzichtet, das wäre viel zu anstrengend gewesen", sagte van den Bongardt. 

Es dauerte 20 Minuten, bis die SG wieder ins Spiel kam und erste Offensivaktionen zu verzeichnen hatte. Nachdem Patrick Ozimek noch eine Hundertprozentige Chance vergab, war es van den Bongardt selbst, der den Ausgleich erzielte. Der Coach zog aus 20 Metern einfach mal ab, "und schwupps, war das Ding drinne", sagte er. Der Treffer gab den Gastgebern wieder Mut, bis dato spielte eigentlich nur Gohr. Doch durch den Treffer drehte sich die Partie in eine andere Richtung. "Wir haben uns nicht hängen lassen und mutig nach vorne gespielt", sagte van den Bongardt. In Minute 34 gingen die Blau-Weißen dann in Führung. Nach einer Schuss-Flanke von Patrick Ozimek stand Goalgetter Boris Nöthen frei vor dem Tor und ließ sich wie so oft nicht zweimal bitten. 

Mit der Führung ging es dann auch in die Pause - und danach wurde es dann hektisch. Van den Bongardt erzielte mit einem traumhaften Lupfer das 3:1 (46.). Nach einem Traumpass von Robert Czajkowski lief der Stürmer alleine auf Gohrs Keeper zu. "Mein erster Gedanke war, den Ball zu lupfen. Und das hab ich dann auch gemacht", sagte van den Bongardt. Dass der Ball dann auch noch im Winkel einschlug, machte das Tor zu einem Kunstwerk. "Der ein oder andere sagte, ich habe den Ball in Boris-Nöthen-Manier gelupft", sagte ein ziemlich stolzer van den Bongardt über seinen zweiten Treffer. Mit dem 3:1 sollte eigentlich Ruhe ins Kaarster Spiel einkehren, doch die SG wäre nicht die SG, wenn sie nicht im direkten Gegenzug wieder den Anschlusstreffer kassiert hätte. Viktor Weinberger traf zum 2:3 aus Sicht der Gäste. "Ich weiß auch nicht, was da passiert ist, ich musste nach meinem Sprint erst einmal Luft holen", sagte van den Bongardt: "Ich hab nur gesehen, dass der Ball von außen reingespielt wurde und plötzlich war er drin", sagte der Trainer.

Nach dem Gegentreffer versuchten die Gastgeber ihrerseits, den alten Zwei-Tore-Abstand wieder herzustellen. Doch Nöthen und Czajkowski vergaben gute Gelegenheiten. In den Schlussminuten stellte Gohr um und brachte alle Offensivkräfte, die sie zur Verfügung hatten. Gohr spielte nur noch Langholz - doch die Kaarster Abwehr stand sicher und ließ nichts mehr zu. "Ich bin froh, dass wir endlich wieder drei Punkte auf dem Platz geholt haben. Das hat sich die Mannschaft in 90 Minuten erarbeitet. Das hat endlich mal wieder Spaß gemacht", sagte van den Bongardt, der forderte: "Jetzt müssen wir am Dienstag gegen Delhoven nachlegen." 

Dann spielt die SG allerdings wieder auf dem Naturrasen - in der Hoffnung, dass er dann nicht mehr so tief ist. Dann kann die Mannschaft beim Warmmachen auch wieder fünf gegen fünf spielen.