10. Spieltag: SG Kaarst IV – Neukirchen-Hülchrath

Geschrieben von admin am in 4. Mannschaft, Spielberichte

Vierte überrollt den Tabellenführer!

Von Bo Singwa - Mit einem nie gefährdeten 4:2-Erfolg zeigte die vierte Mannschaft der SG Kaarst eine Reaktion auf das enttäuschende 0:2 in Gohr, mit der wohl nur kühne Optimisten vor dem Spiel so gerechnet hätten.

Die SG, bei der Trainer van den Bongardt im Gegensatz zum Debüt in der Vorwoche fast wieder aus dem Vollen schöpfen konnte, begann druckvoll und zeigte sich von Beginn an bissig und zweikampfstark. Sofort verlagerten die Hausherren das Spielgeschehen in die gegnerische Hälfte und schlugen mit der ersten Möglichkeit eiskalt zu. Einen Befreiungsschlag der Gäste köpfte Patrick Ozimek postwendend wieder in die Spitze auf Boris Nöthen, der den Ball direkt über die Abwehr hinweg auf den durchstartenden Patrick Langkau weiterleitete, der Stürmer lies den Ball noch einmal titschen, ehe er ihn lässig über den Torwart hinweg zum frühen 1:0 in die Maschen schlenzte (5.).

Nur wenige Minuten später war es erneut Langkau, der nach einem langen Freistoß von Patrick Bilinski am schnellsten schaltete, während die Hintermannschaft der Gäste noch grübelte, wer denn jetzt zum Ball geht, nahm der Routinier das Leder gekonnt in den Lauf mit und schlenzte es erneut eisig am Goalie vorbei zum Blitz-Doppelpack ins Netz (16.).

Neukirchen-Hülchrath zeigte sich daraufhin aktiver und kam nun auch vermehrt in aussichtsreiche Positionen, doch bis auf zwei Schüsse die das Kaarster Tor nur knapp verfehlten war das Gäste-Spiel meist zu ideenlos in 16er-Nähe. Die Vierte beschränkte sich keineswegs aufs Verteidigen und hielt bis kurz vor der Pause mit zielstrebigen Angriffen dagegen. Nachdem der Unparteiische der SG in der 43. Minute einen klaren Handelfmeter noch verweigerte, zeigte er eine Minute später bei einer kniffligeren Angelegenheit dann auf den Punkt. Ozimek drang in den 16er ein und wurde etwas ungestüm von zwei Gegenspielern in die Mangel genommen, den Kontakt nahm der Mittelfeldspieler dankend an und ging zu Boden, wohl eher eine Fifty-Fifty-Entscheidung. Davon unbeeindruckt setzte der Pole selbst den Elfer platziert ins Eck zur 3:0-Pausenführung.

Auch nach dem Seitenwechsel kamen die Kaarster defensiv griffig und nach vorne schnell umschaltend aus der Kabine und erhöhten nach 66 Spielminuten nicht unverdient auf 4:0. Diesmal war es Nöthen, der eine Minute zuvor nach Vorlage vom starken Spielmacher Andreas Flocken noch am Torwart scheiterte und es nun besser machte. Von Erich Wutzler mustergültig auf die Reise geschickt, setzte der Mittelfeldspieler den Ball mit der Pike trocken ins Eck zur Vorentscheidung.

Nach dem weitere Konterchancen zum 5:0 ungenutzt blieben und insgesamt bärenstarken 75 Minuten, in denen sich der nicht anwesende Team-Betreuer Fiddy Irgat per Whatts-App nochmal bestätigen lassen musste, dass es sich beim Gegner tatsächlich um den Liga-Primus handelt, wurden die Hausherren hinten raus etwas nachlässiger.

Erich Wutzler lies sich nach mehrfacher Provokation zu einer Beleidigung gegen seinen Gegenspieler hin reißen und erhielt so eine dumme rote Karte, die mit Hinblick auf die nächsten Spiele sicher etwas schmerzhaft ist und seine gute Leistung ein wenig schmälerte “Da muss er sich einfach besser im Griff haben und darf nicht so reagieren, gerade beim Stand von 4:0 kurz vor Schluss, total unnötig“ so Coach van den Bongardt nach dem Spiel.

Nur Minuten später kam Nico Pfeiffer nach einer leicht abgefälschten Flanke völlig ungedeckt zum Abschluss und lies sich die Chance aus kurzer Distanz auf's 4:1 nicht nehmen (80.) Mit einem weiteren fragwürdigen Elfmeter, diesmal allerdings für Neukirchen, endete die Partie schließlich. Einen Steilpass Richtung Grundlinie versuchte ein Neukirchener Flügelspieler noch irgendwie im Spiel zu halten, als der bis dahin tadelose Torwart Adam Grabowski etwas übermotiviert und ungestüm Richtung Leder angerauscht kam, und der Stürmer blitzartig zu Boden ging. Den fälligen Elfmeter versenkte Luca Fin Hesshaus zum 4:2 (88.) Mehr als Ergebnis-Kosmetik war dies aber auch nicht mehr.

Mit einer tollen Leistung als Kollektiv und einem absolut verdienten Sieg, bewiesen die blau-weißen mal wieder, dass das heimische “Bernaseeu“ eine Festung ist, die gegnerische Teams in der Regel mit gesenktem Haupt und ohne Punkte verlassen, egal wo sie in der Tabelle stehen.

Zum Abschluss seines Heimdebüts ging der sichtlich zufriedene Coach van den Bongardt noch gewissenhaft seinen Pflichten nach und sponsorte einen Kasten Bier auf die gute Leistung, an die man in Gustorf-Gindorf beim Tabellenzweiten anknüpfen will.