19. Spieltag: SG Kaarst II – 1. FC Grevenbroich-Süd 1:7 (0:5)

Geschrieben von Stephan Seeger am in Uncategorized

Die Qualität reicht nicht aus

Nach der 2:11-Klatsche im Hinspiel wollte die SG Kaarst II im Rückspiel gegen den 1. FC Grevenbroich-Süd alles besser machen. Am Ende hagelte es erneut eine herbe Niederlage: Die Gäste fuhren mit einem 7:1-Erfolg (5:0) nach Hause.

Diese Niederlage musste Predrag Stojkovic erst einmal verdauen. "Das ist schwierig im Moment. Wir haben uns so viel vorgenommen, und dann liefern wir so eine erste Halbzeit ab. Das geht nicht", sagte der frustrierte Trainer der Kaarster Reserve. Zwar gab er zu, dass die Gäste über eine andere Qualität verfügen, allerdings hat die SG vor allem im ersten Abschnitt nicht dagegengehalten. "In der zweiten Halbzeit haben wir immerhin den Kampf angenommen. Vielleicht auch, weil wir dann befreit aufspielen konnten", sagte der Trainer.

Auch sich selbst spart er bei der Kritik nicht aus. "Wir haben vielleicht auch die falsche Aufstellung gewählt. Wir wollten mit einer Fünferkette verteidigen, dabei liegt es uns eher, mit einer Viererkette und zwei Sechsern zu agieren", sagte Stojkovic. In den ersten zehn Minuten hielt die SG noch gut dagegen, doch dann brachen sich die Hausherren wie so oft selbst das Genick. "Vier der ersten fünf Gegentore haben wir uns quasi selbst reingelegt", resümiert Stojkovic: "Das ist dann auch vielleicht eine Frage der Qualität." Die SG musste auf vier Stammspieler verzichten, und das hat man dann gemerkt. Im Hinspiel schossen die Köktürk-Brüder noch neun der elf Tore, im Rückspiel war Meliksah Sargin mit fünf Treffern der überragende Spieler der Gäste. Sargin erzielte die ersten beiden Treffer (13./21.) und die letzten drei (36./58./82.). Zwischendurch trafen Christian Sichau zum 0:3 (25.) und Patrick Drack zum 0:4 (35.). Den Kaarster Ehrentreffer zum 1:5 markierte Denny Serifi (54.).

"In der zweiten Halbzeit war es ein Spiel mit vielen Chancen auf beiden Seiten. Es hätten auch noch ein paar Tore mehr fallen können", sagt Stojkovic. Vor allem seine Mannschaft spielte in der zweiten Halbzeit viel besser und kam zu guten Gelegenheiten, die allerdings allesamt – bis auf eine Ausnahme – nicht genutzt wurden.

Was bleibt, ist eine ernüchternde Niederlage, die so schnell wie möglich raus muss aus den Köpfen der Spieler. Allerdings wartet in der kommenden Woche der Tabellenführer aus Rommerskirchen auf die Blau-Weißen. Eine weitere Herkules-Aufgabe.