28. Spieltag: SG Kaarst IV – SF Vorst II 2:1 (2:0)

Geschrieben von Stephan Seeger am in 4. Mannschaft

Schampus für die Derbysieger

Die vierte Mannschaft der SG Kaarst ist immer dann da, wenn man nicht damit rechnet. Ohne Top-Stürmer Boris Nöthen siegte die Mannschaft von Trainer Markus Balzer im Derby gegen die Reserve der SF Vorst 2:1 (2:0).

Die Stimmung nach dem Derby gegen die Sportfreunde Vorst war ausgelassen. Torschütze Niki Schleutermann schmiss in der Kabine Champagner, Bastian Ludloff, der den zweiten Kaarster Treffer erzielte, gab einen Kasten Bier aus. "Das haben wir uns verdient. Jeder hat bis zum Ende gekämpft und für diesen Sieg gearbeitet", lobte Ludloff sich und seine Mannschaftskameraden nach dem verdienten Sieg gegen die Nachbarn aus Vorst.

Zwar begannen die Gäste druckvoller, doch mit der ersten echten Chance ging die SG in Führung. Einen Freistoß von Robert Czajkowsi konnte der Vorster Keeper nicht entscheidend klären, Schleutermann bedankte sich per Abstauber zur Führung, die zu diesem Zeitpunkt eher überraschend war. Auch nach dem Treffer fand die SG nicht so richtig ins Spiel, traf aber erneut. Ein Freistoß an der Mittellinie landete über Schleutermann bei Ludloff, der freie Bahn hatte und eiskalt verwandelte. "In den vergangenen Wochen habe ich einige Chancen liegen gelassen, jetzt hat es endlich geklappt", sagte der Torschütze erleichtert.

Mit dem 2:0 ging es in die Halbzeit. Balzer und sein Betreuer Fitat Irgat redeten auf die Mannschaft ein und gaben den Blau-Weißen mit auf den Weg, dass "hier noch überhaupt nichts gewonnen ist". Kaarst nahm sich vor, direkt einen Treffer nachzulegen – doch nach fünf Minuten im zweiten Abschnitt trafen die Gäste zum Anschlusstreffer. Nach einer Flanke fühlte sich niemand so recht dafür zuständig, den Ball zu klären, sodass Kevin Köcher einnicken konnte. Vorst erzielte zwei weitere Treffer, die der Schiedsrichter wegen Abseits aber nicht anerkannte.

Auf der anderen Seite vergaben Alexander Lingk und Marcel Kort die größten Chancen zur Entscheidung. Vor allem Kort hatte Pech, dass sein Schuss am Pfosten und nicht im Tor landete. "Das wäre ein Tor des Monats geworden", sagte Czajkowski nach der Partie. "Wir haben es uns als Mannschaft verdient, hier heute zu gewinnen, auch wenn es nicht gerade einfach war", sagte Ludloff: "Wir müssen jetzt weitermachen und die nächsten Punkte holen, um unseren Traum von Platz vier noch zu erfüllen." In der kommenden Woche reist die Vierte zum Tabellenvorletzten nach Erfttal. Nach dem Spiel gibt es hoffentlich wieder einen Grund, Champagner zu trinken.