30. Spieltag: SG Kaarst II – SVG Grevenbroich 0:2 (0:0)

Geschrieben von Stephan Seeger am in 2. Mannschaft

Abstieg!

Die zweite Mannschaft der SG Kaarst hat gekämpft, am Ende hat es aber nicht gereicht. Nach einer 0:2 (0:0)-Niederlage gegen den SVG Grevenbroich sind die Blau-Weißen nach vier Jahren wieder in die Kreisliga B abgestiegen.

Der Schock saß tief bei Predrag Stojkovic. Nach der Last-Minute-Pleite gegen Grevenbroich ist die SG Kaarst II abgestiegen. "Ein Abstieg tut immer sehr weh, das ist ein Scheiß-Gefühl", sagt der Trainer, der die Mannschaft in den vergangenen zwei Monaten wieder auf Kurs gebracht hat und die sich gegen Grevenbroich ein echtes Endspiel erarbeitet hat. "So ein Abstieg ist schon etwas ganz Spezielles. Einen Aufstieg nicht zu schaffen, ist schon schmerzhaft, aber ein Abstieg ist noch einmal ein bisschen schlimmer", sagt Stojkovic.

Nach dem Derbysieg in Vorst ging die SG mit einem guten Gefühl ins entscheidende Spiel. Und dort lebte der Traum vom Klassenerhalt bis kurz vor Schluss, die Saison mit einem Sieg noch zu retten. "Wir sind nicht heute abgestiegen, wir haben in anderen Spielen liegen lassen", resümiert Stojkovic. In Rosellen kassierte die Mannschaft in der Nachspielzeit den Ausgleich und verlor zwei Punkte, gegen Zons verspielte die SG einen Zwei-Tore-Vorsprung und damit zwei weitere Zähler. Hinzu kommt eine deftige 0:5-Schlappe beim direkten Konkurrenten SVG Weissenberg. "Das war mit der Knackpunkt", sagt Stojkovic beim Rückblick auf die Saison. Punkte, mit denen die SG die Katastrophen-Saison noch hätte retten können.

Trotzdem ist Stojkovic stolz auf seine Mannschaft. "Das, was wir in den letzten Wochen der Saison gezeigt haben, macht mich einfach nur stolz. Und das macht auch den Verein stolz", sagt der Trainer. Gegen Grevenbroich wurde die Mannschaft von vielen Fans unterstützt, es hat aber leider nicht gereicht.

Dabei war die SG in Halbzeit eins die klar bessere Mannschaft. Die Hausherren vergaben zwei Hundertprozentige und hatten bei einer Schiedsrichter-Entscheidung Pech, keinen Elfmeter bekommen zu haben. Nach dem Foul im Sechzehner musste Philipp Lutz sogar ausgewechselt werden, doch die Pfeife blieb stumm. "So ist das halt in den Spielen, die man gewinnen muss", sagt Stojkovic. In der zweiten Halbzeit stellte der Coach um, und seine Mannschaft war immer noch die bessere Mannschaft. Doch wie schon in der gesamten Saison nutzten die Blau-Weißen ihre Chancen nicht. Und als die am Ende alles nach vorne warfen, schlug Grevenbroich in Person von Kaan Orduzu doppelt zu (89./90.).

Wie geht es weiter mit der SG Kaarst II? "Gar nicht so schlecht, wenn man sieht, wie viele Leute etwas im Verein machen wollen", sagt der Coach. Er hofft, in der kommenden Saison wieder mit einer gut aufgestellten Mannschaft angreifen zu können. An diesem Sonntag war der Druck für die jungen Spieler einfach zu hoch. "Wir haben alles gegeben, aber es war dann doch zu viel. Ich habe heute Tränen vergossen", gibt der Trainer zu. Doch das Wort aufgeben gibt es in seinem Wortschatz nicht: "Wir sind noch lange nicht am Ende mit der SG Kaarst." Es hört sich wie eine Drohung an.