6. Spieltag: TSV Eller 04 – SG Kaarst 4:0 (0:0)

Geschrieben von Stephan Seeger am in 1. Mannschaft

Am Ende zusammengebrochen

(seeg) Die SG Kaarst hat unter dem neuen Trainer Adrian Dilbens die erste Niederlage im dritten Spiel kassiert. Beim letztjährigen Vizemeister TSV Eller hielten die Gäste gut mit, brachen allerdings in der Schlussphase komplett zusammen. 

Eigentlich war Adrian Dilbens mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden. "Wir haben den Gegner mit unserem Pressing nicht ins Spiel kommen lassen", sagte der Trainer der SG am Tag nach dem Spiel. Eigentlich reicht aber in der Bezirksliga nicht. Denn nachdem Eller in Minute 55 durch Salvatore Trapani in Führung ging, hatten die Blau-Weißen die hundertprozentige Chance zum Ausgleich. Doch Orhan Yerli brachte es nicht fertig, den Ball nach einem schönen Querpass von Dennis Brune aus einem Meter über die Linie zu drücken. "Danach sind wir leider komplett auseinandergebrochen", schildert Dilbens. Allerdings hätte die SG nach rund einer halben Stunde aus Dilbens' Sicht einen "klaren Elfmeter" bekommen müssen. 

In den letzten zehn Minuten lief bei den Gästen gar nichts mehr zusammen. Nisar El Fayyad (82.) und erneut Trapani (83.) sorgten mit einem Doppelschlag für die Entscheidung, nur zwei Minuten nach dem Gegentreffer verwandelte Eremias Ghebremedhin einen Handelfmeter zum 4:0-Endstand. "Bei allen Toren außer dem Elfmeter haben wir im Sechzehner die Zuordnung verloren", schildert Dilbens: "Ich bin ein bisschen zwiegespalten. Auf der einen Seite darf man so ein Spiel natürlich nicht 4:0 verlieren, schon gar nicht in den letzten acht Minuten drei Tore kassieren. Auf der anderen Seite haben wir aber wieder eine gute Leistung gezeigt, und das trotz neun Ausfällen unter der Woche. Wir mussten uns sogar kurzfristig noch Verstärkung aus der zweiten Mannschaft holen."

Eine bittere Niederlage, aus der die SG aber wieder lernen wird. Im kommenden Spiel gegen den TuS Grevenbroich zählt nun allerdings nur ein Sieg, um den Abstand auf die beiden Abstiegsränge zu verkürzen. "Wir werden alles dafür tun, gegen Grevenbroich zu punkten. Aber nochmal: Wenn wir so spielen wir 80 Minuten in Eller, gewinnen wir auch. Wir müssen nur wieder das Tor treffen", sagt Dilbens.