9. Spieltag: PSV Neuss – SG Kaarst II 3:5 (0:3)

Geschrieben von Stephan Seeger am in 2. Mannschaft

SG siegt bei Elfmeter-Festspielen

Die zweite Mannschaft der SG Kaarst bleibt Spitzenreiter Neukirchen-Hülchrath auf den Fersen. Beim bisher punktlosen Schlusslicht PSV Neuss siegte die Mannschaft von Trainer Stefan van den Bongardt 5:3 (3:0).

Die Aufgabe beim PSV Neuss war vom Papier her die einfachste in der bisherigen Saison für die SG Kaarst II. Die Neusser stehen mit null Punkten am Tabellenende und gehen Woche für Woche als Verlierer vom Platz. Und die SG reiste mit einem 3:3 gegen den Tabellenführer im Rücken in den Stadtwald. Doch die Partie war alles andere als eine klare Angelegenheit.

Dabei sah es von Beginn an so aus, als würde Kaarst den Neussern die nächste Lektion erteilen. Sebastian Seget traf mit seiner ersten Chance zur Führung für die SG, bei der der eigentliche Abwehrchef Rene Griesbach im Tor stand, da sich Miles Barabasch und Milan Carl verletzt bzw. krank meldeten. Orhan Yerli und Seget vergaben dicke Chancen, um das Ergebnis schon frühzeitig nach oben zu schrauben. Dazu benötigten die Blau-Weißen schon zwei Strafstöße: Beim ersten spielte ein Neusser im Sechzehner Hand, Rene Noack verwandelte sicher. Wenig später stand Noack erneut am Elfmeterpunkt, nachdem Michael Richter im Strafraum gefoult worden war. Auch beim zweiten Versuch zeigte Noack keine Nerven.

PSV mit „kick and rush“ erfolgreich

Eine 3:0-Halbzeitführung gegen den Tabellenletzten sollte eigentlich genügen, um das Spiel sicher nach Hause zu bringen. Was sich in der zweiten Halbzeit aber abspielte, konnte keinem Kaarster Verantwortlichen gefallen. „Wir haben wohl gedacht, dass wir das Spiel locker schaukeln und haben deshalb weniger gemacht. Wir waren auf einmal total von der Rolle“, sagte Co-Trainer Oliver Ossenbühl. Zwar spielte der PSV durchsichtig mit langen Bällen, doch damit hatten die Hausherren Erfolg. Drei Treffer gelangen den Neussern, und plötzlich war die Partie wieder ausgeglichen. „Da hat der PSV eine tolle Moral gezeigt, das darf uns aber natürlich nie im Leben passieren“, sagte Ossenbühl.

Dass die SG am Ende dennoch um eine Blamage herumkam, hat sie dem Duo Seget und Noack zu verdanken. Erst traf der Stürmer nach Vorarbeit von Sascha Zupke zum 4:3, dann verwandelte Noack auch den dritten Kaarster Elfmeter, den diesmal Seget rausgeholt hatte, zum Endstand.

„Gegen Süd muss sich die Einstellung wieder ganz schnell ändern, sonst gibt es wie im vergangenen Jahr eine derbe Niederlage. Süd hat nach anfänglichen Problemen nämlich wieder in die Spur gefunden“, warnt Ossenbühl die SG davor, zu locker ins nächste Spiel zu gehen. Der Sieg in Neuss war verdient - und dennoch eine Warnung an die junge Mannschaft.

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