21. Spieltag: SG Kaarst – DJK Gnadental 1:2 (0:1)

Geschrieben von Stephan Seeger am in 1. Mannschaft

Gnadental zieht Kaarst in den Abstiegsstrudel

Nach der 1:2-Niederlage im Duell mit Gnadental steckt die SG Kaarst wieder mitten im Abstiegskampf.

Es war überhaupt nicht der Tag der SG Kaarst, dabei waren die Vorzeichen eigentlich perfekt. Bei strahlendem Sonnenschein empfing die Mannschaft von Trainer Adrian Dilbens die DJK Gnadental und hätte mit einem Sieg erst einmal für Klarheit in Sachen Abstiegskampf sorgen können. Doch am Ende kam alles ganz anders.

Wohin die Reise geht, war schon nach sechs Minuten klar. Nach einem katastrophalen Ballverlust im Mittelfeld reichte ein Pass aus, um die komplette Kaarster Hintermannschaft auszuhebeln. Mit wenig Glück und ganz viel Geschick setzte der Gnadentaler Stürmer Markus Rychlik den Ball an den Innenpfosten, von dort aus überquerte er auf der anderen Seite die Linie. "Das frühe Tor hat uns in die Karten gespielt. Wir konnten die Räume eng machen und auf Konter spielen", sagte Gnadentals Vorsitzender Johannes Schneider.

Gesagt, getan. Die Gäste zogen sich immer weiter zurück und erstickten das Kaarster Kombinationsspiel bereits im Keim. Die SG tat sich sehr schwer gegen einen Gegner, der immer wieder Nadelstiche setzte. In der ersten Halbzeit erspielte sich die SG lediglich eine Halbchance, die Alexander Cule allerdings nicht nutzen konnte. "Wir haben überhaupt nicht ins Spiel gefunden und offensiv kaum etwas zustande gebracht", sagte Dilbens. Der Kaarster Coach monierte die Zweikampfschwäche seiner Elf. "Das war sehr schwach. Einige Spieler waren heute leider wieder Totalausfälle", fand Dilbens harte Worte.

Die Leistung der SG hat allerdings auch nichts anderes als diese schonungslose Analyse verdient. Auch im zweiten Abschnitt zeigte sich die SG von ihrer ganz schwachen Seite. Ali Gürcali nutzte in Minute 67 einen Konter zum 2:0. Als Cule acht Minuten vor Schluss den Anschlusstreffer markierte und seine Mannschaft so noch einmal wachrüttelte, war es zu spät. Die Schlussoffensive brachte nichts mehr ein.

Doppelt bitter für Cule, für den es das letzte Meisterschaftsspiel im Trikot der SG Kaarst war. Der Stürmer zieht beruflich nach Chicago und wird der SG somit nicht mehr zur Verfügung stehen. Ein schmerzlicher Verlust für die Mannschaft. Die SG verliert ihren besten Offensivspieler, der bislang sieben Tore erzielte.

Durch die Niederlage und den gleichzeitigen Sieg von Lohausen gegen Hilden ist die Luft für die SG wieder ziemlich dünn geworden. Kaarst fiel auf den 13. Platz zurück und weist nur noch drei Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz auf. "Jetzt haben wir am Mittwoch ein Pokalspiel in Jüchen, dann kommen die Karnevalstage. Danach müssen wir reinklotzen", kündigt Dilbens an.

Erst recht, nachdem Cule sein Abschiedsspiel gegeben hat.