SG Frimmersdorf – SG Kaarst IV 3:2 (1:1)

Geschrieben von Stephan Seeger am in 4. Mannschaft

Das halbe Dutzend ist voll

(seeg) Die vierte Mannschaft der SG Kaarst kommt aus der Krise nicht heraus. Das 2:3 (1:1) beim Tabellenletzten und Mitaufsteiger SG Frimmersdorf war bereits die sechste Pleite in Serie. Unter der Woche kassierte die Mannschaft von Trainer Stefan van den Bongardt eine 0:3-Niederlage in Wevelinghoven. 

Nach den Nackenschlägen in den vergangenen Wochen stand an diesem Sonntag eine vermeintlich einfache Aufgabe für die SG Kaarst IV an. Beim Tabellenletzten SG Frimmersdorf, im Sommer nur dank der Schützenhilfe der Blau-Weißen ebenfalls in die Kreisliga B aufgestiegen und nach dem Rückzug der SG Erfttal auch in der kommenden Saison Mitglied in der zweitniedrigsten Kreisklasse, sollte sich die Mannschaft neues Selbstvertrauen für den Saison-Endspurt holen. Doch daraus wurde nichts. 

"Es war leider nicht das erhoffte einfache Spiel", sagte van den Bongardt nach der Partie. Nach 16 Minuten gingen die Hausherren auf einem kaum bespielbaren Ascheplatz in Führung. "Klar mussten da beide Mannschaften drauf spielen, aber ich denke, dass Frimmersdorf einen kleinen Vorteil hatte", so van den Bongardt. Alexander Weinberg traf in einem "richtigen Drecksspiel" (van den Bongardt) nach einer Viertelstunde zur Frimmersdorfer Führung. "Da waren wir wieder eine Sekunde nicht wach und werden direkt bestraft", schildert van den Bongardt. Nach einer feinen Einzelaktion auf der linken Seite erzielte Erich Wutzler mit einem gezielten Schuss in die rechte Ecke noch vor der Pause den Ausgleich für die Gäste. 

Und nach dem Seitenwechsel wurde es sogar noch besser aus Kaarster Sicht: Wutzler drehte die Partie in Minute 68 zugunsten der Blau-Weißen. Danach stellte van den Bongardt um und wechselte sich selbst für einen defensiven Mittelfeldspieler aus. "Wir wollten die Defensive stärken", so die Begründung des Trainers. Doch das ging nach hinten los. Eine Viertelstunde vor dem Ende erzielten die Hausherren nach einem "lächerlichen Freistoß gegen uns" (van den Bongardt) in Person von Christoph Hofmann den Ausgleich. Doch damit nicht genug: Fünf Minuten vor dem Ende setzte Weinberg mit seinem zweiten Treffer noch einen drauf und ließ die Hausherren über den zweiten Saisonsieg jubeln. Der Treffer hätte allerdings nicht zählen dürfen: Ein Spieler der Hausherren dribbelte SG-Keeper Adam Grabowski aus, danach schoss er auf das leere Tor. Doch am Ende schob Weinberg den Ball über die Linie. "Das ist klares Abseits. Aber ich mache dem Schiedsrichter keinen Vorwurf, er kann ja nicht alles sehen. Wir können froh sein, dass wir noch Schiedsrichter haben", zeigte sich van den Bongardt versöhnlich: "Er hatte halt nicht seinen besten Tag". 

Auch, weil der Referee in der Schlussminute den Gästen einen klaren Elfmeter verwehrte. Dominik Tess wurde im Strafraum klar von zwei Spielern zu Boden gezerrt, doch der Unparteiische ließ das Spiel weiterlaufen. Neben dem Spiel verlor die SG in der Nachspielzeit auch noch Patrick Bilinski, der seine Nerven einmal mehr nicht im Griff hatte und wegen Beleidigung die Rote Karte sah. "Das ist einfach nur dumm. Jetzt fehlt es uns bestimmt vier bis sechs Wochen. Und das zum zweiten Mal in dieser Saison", sagte van den Bongardt. 

Schon am kommenden Mittwoch kann die SG ihre Negativserie beenden, dann ist der VdS Nievenheim III zu Gast. "Da müssen wir die Kohlen aus dem Feuer holen, alles andere zählt nicht", sagte van den Bongardt.